"Aus guter Quelle"

dem Wort Gottes und Jesu auf der Spur –
eine Entdeckungsreise mit allen Sinnen!

Diese Station wurde von den Behindertenwerkstätten erarbeitet.
Viele der dort arbeitenden Menschen sind auf Hilfe angewiesen und müssen dabei anderen Menschen vertrauen
Und das ist dann auch quasi der Untertitel der Station: Vertrauen.
Vertrauen in andere, in sich selbst, auf Jesus, davon erzählt das Markusevangelium:


Als Jesus nach Kafarnaum hineinging, wurde bekannt, dass er im Hause war.
Und es versammelten sich so viele Menschen, dass nicht einmal mehr vor der Tür Platz war; und er verkündete ihnen das Wort.
Da brachte man einen Gelähmten zu ihm, von vier Männern getragen.
Weil sie ihn aber wegen der vielen Leute nicht bis zu Jesus bringen konnten, deckten sie dort, wo Jesus war, das Dach ab, schlugen die Decke durch und ließen den Gelähmten auf seiner Liege durch die Öffnung hinab.
Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!
Einige Schriftgelehrte aber, die dort saßen, dachten in ihrem Herzen:
Wie kann dieser Mensch so reden? Er lästert Gott. Wer kann Sünden vergeben außer dem einen Gott?
Jesus erkannte sogleich in seinem Geist, dass sie so bei sich dachten, und sagte zu ihnen: Was für Gedanken habt ihr in euren Herzen?
Was ist leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben! oder zu sagen: Steh auf, nimm deine Liege und geh umher?
Damit ihr aber erkennt, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben - sagte er zu dem Gelähmten:
Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Liege und geh nach Hause!
Er stand sofort auf, nahm seine Liege und ging vor aller Augen weg. Da gerieten alle in Staunen; sie priesen Gott und sagten: So etwas haben wir noch nie gesehen.

Die 4 Männer: sie vertrauen darauf, dass der gelähmte Freund Heilung will. Dass er alles versuchen wird, um wieder gesund zu werden. Dass er sich auch unangenehmen Situationen aussetzen wird: der schwankenden Trage, den Blicken der anderen…..
Der Gelähmte: der ganz darauf vertrauen muss, dass die anderen ihn tragen. Dass sie ihn nicht fallen lassen – weder auf dem Weg zu Jesus, noch, als sie ihn das Dach herunterlassen. Der ganz darauf vertraut, dass es noch eine Heilung gibt, irgendwie, nicht erklärbar und doch möglich. Er, der ganz darauf vertraut, dass sein Leben in den Händen eines anderen liegt. Der mit dem Mut des Verzweifelten sich tragen lässt, sich tragen lassen muss.
Jesus: er sieht die Verzweiflung. Aber er sieht vor allem das Vertrauen. 5 Augenpaare, die ihn anschauen und ihn bitten, ihn fragen. Oder sollte alles umsonst sein?
Jesus sieht. Jesus spürt das Vertrauen. Jesus hilft. Er hat Vertrauen in Gott, der ihm einen Auftrag gegeben hat. Er hat das Vertrauen, dass die Menschen erkennen, warum er gekommen ist. Er hat das Vertrauen, dass er allen Menschen Gutes tun kann. Er zeigt es an einem Menschen. Aber alle staunen. Alle spüren, was Vertrauen bewegen kann.

 

Zuspruch:
Trau dich.
Auch wenn alle sagen: Es geht nicht.
Auch wenn alle sagen: Das schaffst du nie.
Auch wenn alle sagen: Keine Chance.
Trauen, sich trauen: Mut haben, das unmögliche zu wagen.
Mut haben, gegen den Strom zu schwimmen.
Mut haben, alles auf eine Karte zu setzen.
Trauen, vertrauen:
Vertrauen darauf, dass Freunde mich tragen.
Vertrauen darauf, dass jemand mich sieht
Vertrauen darauf, dass auch unmögliches geschieht.